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Automatisiertes Korrekturlesen
Das automatisierte Korrekturlesen von Artwork-Dateien trägt dazu bei, dass Verpackungen ihre kaufanregende und informative Funktion erfüllen und den gesetzlichen Richtlinien entsprechen.
Das Artwork von Verpackungsmaterialien besteht aus zusammengesetzten und gestalteten grafischen, fotografischen oder typografischen Elementen. Der Einsatz von Korrekturlesesoftware verhindert Fehler in der Druckvorlage. Prüfverfahren in der Druckvorstufe verbessern die Qualität der Druckerzeugnisse und verringern Fehldrucke und Nachdrucke.

Was ist automatisches Korrekturlesen?

Verpackungsmaterialien wie Verpackungen, Etiketten oder Beipackzettel erfüllen verschiedene Zwecke: Sie
- den Inhalt der Verpackung zu schützen,
- den Kaufwunsch zu wecken,
- die Wiedererkennung der Marke zu gewährleisten,
- über das enthaltene Produkt informieren und dafür werben und
- die gesetzlichen Kennzeichnungsvorschriften erfüllen.
Zu letzteren gehören beispielsweise bestimmte Siegel, Strichcodes, Braille, Piktogramme oder Texthinweise. Sie sind neben Branding- und Marketingelementen ein zentraler Bestandteil des Artworks von Verpackungsmaterialien und werden in der Regel durch ISO- und DIN-Normen geregelt.
Insbesondere bei pharmazeutischen Produkten müssen die zu kennzeichnenden Elemente frei von Fehlern sein. Das automatische Korrekturlesen der Druckvorlagendatei ist ein notwendiger Schritt in der Qualitätssicherung. Die Prüfung verhindert Druckfehler, indem sie Mängel in der Druckvorlage aufdeckt, bevor die Druckplatten erstellt werden. Auf diese Weise leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Gesundheitsschäden und kostspieligen Rückrufaktionen.
Welche Systeme unterstützen das zuverlässige Korrekturlesen von Druckvorlagen?
Unter automatisiertem Proofreading von Druckmustern versteht man in der Regel den visuellen Vergleich der freigegebenen Druckvorlagendatei mit der Druckdatei per Software. Die Methode hat einen entscheidenden Vorteil: Abweichungen werden bereits vor dem Druckprozess erkannt.
Die aus der Druckvorlagenprüfung resultierende Referenzdatei kann auch als Ausgangspunkt für weitere Prüfverfahren im Druckprozess dienen: Weitere Möglichkeiten sind z.B. die Druckbildkontrolle, bei der die Druckvorstufe oder ein Druckmuster mit der Referenzdatei verglichen wird, oder Stichprobenkontrollen fertiger Drucke in der Produktion oder Weiterverarbeitung, d.h. Offline- und Inline-Kontrollen.
Eine ausgefeilte Korrekturlesesoftware vergleicht die jeweiligen Dateien und trägt zu einer effizienten Qualitätssicherung bei. Darüber hinaus können weitere Prüfschritte mit der Druckvorlagenkontrolle kombiniert werden: So führt ein geeignetes Lektoratssystem sowohl Text- und Grafikprüfungen als auch Abstandsmessungen der Druckerzeugnisse durch.
Druckereien, Pharmahersteller, Markenartikler sowie Design- und Prepress-Agenturen profitieren von ausgefeilten Inspektionslösungen. Das automatisierte Proofreading bietet ihnen insbesondere folgende Vorteile:
- Reduzierung des Materialabfalls
- Zeitersparnis im Vergleich zum manuellen visuellen Korrekturlesen
- Vermeidung von kostspieligen Nachdrucken und Überproduktionen
- höhere Planungssicherheit
- bessere Garantie für Kunden
- besseres Image und höhere Kundenzufriedenheit
Welche Aspekte des Druckmusters werden bei der Druckvorlagenkontrolle geprüft?
Die Druckvorlagenkontrolle spart Zeit und Geld, da sie Fehler in nur einem Schritt in den frühen Stadien des Druckprozesses identifiziert.
Bei der Druckvorlagenkontrolle werden die folgenden Elemente des grafischen Entwurfs überprüft:
- Schrift
Sind die Textelemente lesbar? Ausgefeilte Prüfsysteme kontrollieren Ausdrucks- und Rechtschreibfehler sowohl in deutscher als auch in fremder Sprache. - Grafiken
Der Artwork-Check stellt sicher, dass die grafischen Elemente an der richtigen Stelle stehen oder sich nicht gegenseitig verdecken. - Farben
Ein Teil der Druckvorlagenprüfung ist die Farbprüfung. Stimmen die Farben mit der Druckvorlage überein? - Barcodes
1D- und 2D-Codeprüfungen verhindern, dass Barcodes aufgrund von dunklen Hintergründen oder Druckfehlern unlesbar werden. - Braille
Die Tiefe und Korrektheit der Braille-Prägung kann bei der Druckvorlagenkontrolle visuell überprüft werden. Insbesondere bei Verpackungsmaterialien in der Pharmaindustrie muss ein einwandfreier Druck gewährleistet sein. - Stanz- und Schnittmarken.
Die Position von Konturen und Prägungen kann bei der Druckvorlagenkontrolle auch optisch überprüft werden.
Was sind die Vorteile einer automatischen Korrekturlesesoftware für Druckvorlagedateien?
Die automatisierte Prüfung von Druckvorlagen durch Inspektionssoftware, auch Proofreading-Software genannt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung in der Druckvorstufe. Der EyeC Proofiler Content vergleicht Dokumente in der ersten Druckvorlagenphase. Im weiteren Verlauf des Druckprozesses können weitere Softwarelösungen eingesetzt werden:
Die EyeC Proofiler Graphic vergleicht Vordrucke mit Referenzdokumenten in der Druckvorstufe, und der EyeC ProofRunner und der EyeC Proofiler prüfen die Druckqualität außerhalb oder innerhalb der Produktionslinie.
Im Gegensatz zur manuellen Sichtprüfung bringt die automatisierte Druckvorlagenkorrektur entscheidende zusätzliche Vorteile :
- größere Genauigkeit als das menschliche Auge
- Rückverfolgbarkeit von Fehlern durch umfassende Inspektionsberichte und Audit-Trailing
- Zeitersparnis durch die Überprüfung mehrerer Parameter in einem Schritt.
Die EyeC-Inspektionssysteme sichern die Druckqualität während des gesamten Herstellungsprozesses - von der automatisierten Druckvorlagenkontrolle bis hin zur Prüfung des fertigen Druckprodukts. Sie dienen als effiziente Lösung zur Qualitätssicherung für Druckereien, Designer und Hersteller von Verpackungsmaterialien.
